Ein Tag mit Adaptive Insights in London

Accelerate – der Adaptive Insights Kundentag

Carolee Gearhart, SVP Global Channels und Customer Success hat den Gründer und Chairman Robert S. Hull mitgebracht. Europa ist für den CPM Marktführer ein wichtiger Wachstumsmarkt. Die ca. 200 Kunden und Interessenten auf der ersten Accelerate Konferenz sind ein guter Anfang, einer der ersten Partner – ClearPlan – zählt allein 60 Kunden.  Ein Bericht über einen erfolgreichen Tag im Herzen der britischen Hauptstadt.

Robert S. Hull und der CFO

Nach einer kurzen Begrüßung und einem motivierenden Film, hat Robert S. Hull aus erster Hand informiert. Adaptive Insights setzt konsequent  auf:

  1. Intuitive Software-Lösungen
  2. Für die Finanz-Abteilung
  3. Kundenzufriedenheit hat höchste Priorität

Als Chairman of the Board und ehemaliger CFO, spricht Robert S. Hull seit über einem Jahrzehnt mit dem zweiten Mann im Vorstand über seine Rolle und seine Herausforderungen. Der CFO Fragebogen des Unternehmens wird alle drei Monate von etwa 400 namentlich bekannten Kunden beantwortet. Dieser andauernde Dialog ist ein Rezept des Erfolgs und mit der Dynamik in der Software-Entwicklung geschuldet. Die enge Verzahnung mit denen, die sich für ein Adaptive Insights Modul entschieden haben, zeigt auch wie das Produkt wirkt.

  1. Transforming Careers: flexibel planen, berichten und analysieren und näher an die anderen Fachabteilungen rücken
  2. Transforming Companies: visuell über Kennzahlen steuern und sich stetig verbessern
  3. Transforming Industries: Wettbewerbsvorteile erkennen, nutzen und den Markt erobern

Ist das Unternehmen angetreten, um Excel abzulösen, so haben die Kunden das letzte Wort. Die Excel Planning Funktionalität steht ab Juni allen Kunden zur Verfügung. Applaus. Ende des Jahres ist geplant, externe Datenquellen als Service einzubinden. Wechselkurse oder Branchendaten sollen direkt eingebunden werden können. Applaus.

 

Kunden Panel mit Carolee Gearhart

Im Anschluß spricht Carolee Gerahart mit vier Kunden. Die Handelsbank Close Brothers hat ein System gesucht, dass günstiger als ein großer blauer Konzern liefert und mit wächst. Erledigt.  Das Medienhaus Ink Global hatte einen ähnlichen Anforderungskatalog.

Hier war zentral, dass das neue Werkzeug so nah wie möglich an Excel ist. Klick um zu Tweeten

Gut 50 unterschiedliche Gewinn und Verlustrechnungen, eine pro Kunde, sind trotz erheblicher Unterschiede analysierbar und per se konsolidiert.  Profitabilität ist messbarPinsent Masons ist weltweit tätig. Eine dynamische Kanzlei mit einer Lösung, die beliebige Währungen automatisch umrechnet und die vielen verrechneten Stunden automatisch allokiert. Weniger Sorge bei der Konsolidierung, mehr Zeit für Analyse und ein engagierteres Team ist die Feststellung des Neukunden. Vierter Gast war der CFO eines Automobil Zulieferers mit globalem Ein- und Verkauf. „How to take the lead with Finance“ bedeutet wohl, wenn chinesische Zulieferer jederzeit Zugriff auf Bestände seiner Produkte beim Kunden haben.

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Was Finance erfolgreich macht

Vor dem Lunch mit spannender Diskussion, hat Carolee Gearhart im Customer Track in die Zukunft geblickt. Stichpunkte: Kernwert ist, dass die Lösung sich anpasst | Analyse und Planung sind untrennbar | Benötigte Daten sind greifbar | Die Potentiale liegen zwischen Finance und dem Rest des Unternehmens | 1. Planung erweitern, 2. Finance optimieren, 3. Performance transformieren.

Adaptive Insights transformiert Ihre Prozesse

Am Nachmittag fand ein Training der neuen Funktionen statt. Als letzte Veranstaltung für Kunden und Interessenten hat Carolee beispielhaft neue Funktionen vorgestellt, die aus dem Kundendialog heraus gewonnen wurden. Das Anfang des Jahres ausgerollte Modul Adaptive Integration bspw. und die visuellen Funktionen Sparklines und Charts in Planning Masken.

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Die Produkt Roadmap bis 2017 soll

  1. Planung und Analyse zusammen bringen
  2. im gesamten Management einsetzbar sein
  3. mehr „Insights“ mit Planungsfunktionen bringen

Wir sind gespannt, wie sich die Module Adaptive Planning | Consolidation | Discovery | Reporting und Integration entwickeln.

CFO, Controlling und Financial Planning

Die Gespräche zeigen vor allem eins: es gibt eine neue Berufsbezeichnung in Großbritannien. Financial Planning & Analysis schaut nach vorne und erzeugt Einsichten. Eine Analyse rein auf Buchungsbelegen und eine Planung rein auf Jahreszyklen ist vielen Unternehmen zu wenig greifbar. Der Vorstand benötigt eine neue neutrale Instanz für die nahe und ferne Zukunft. Software wie Adpative Insights kann das unterstützen.

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Der neue Corporate FP&A Professional

Ist eine Prüfung bestanden, kann sie ruhig schwerer werden. Um die Qualität des Financial Planning & Analysis (FP&A) Zertifikates sicher zu stellen, hat sich die Cut Score Gruppe der AFP in Philadelphia getroffen. Ziel des Cut Score: wer soll bestehen und wer nicht. Es waren zwei intensive und spannende Tage.

 

Der Aufwand einer professionellen Zertifizierung

Certified Corporate Financial Planning & Analysis Professional (FP&A)

Link zur AFP FP&A Webseite

Verständnis, Interpretation und Erstellung finanzieller Modelle sind eine Kernkompetenz der FP&A Abteilung und damit des Testats. Das weltweite Controlling-Werkzeug – der kleinste gemeinsame Nenner – ist Microsoft Excel. Neben diversen weiteren Tools, hat sich neuerdings und besonders bei „jungen“ Unternehmen das Google Spreadsheet nach vorne gespielt. Die AFP hat hier reagiert und prüft statt mit der bestehenden, sehr starren Tabellenkalkulation ab sofort mit einer Excel Version. Das wird hervorragend funktionieren, erzwingt allerdings die Prüfungsinhalte neu zu bewerten. Beide Prüfungsteile – Multiple Choice und Praxisaufgaben – werden einfacher, da bspw.

  • Inhalte direkt zur Bearbeitung bereit stehen,
  • Lösungswege flexibler gestaltet sind und
  • die Funktionalität stark erweitert ist.

Hochgerechnet haben mehrere tausend Personen den Test absolviert, knapp eintausend haben bestanden.  Das Zertifikat ist schwer zu erlangen und soll als Prädikat für die Praxis dienen. Der Grat zwischen dem erheblichen finanziellen und zeitlichen Aufwand und den verweigerten Meriten ist „Bullet Proof“ zu gestalten.

 

Der AFP Certified Corporate FP&A Professional

FP&A kennt sich aus. Tiefe Einblicke in Investitionsentscheidungen und die finanziellen Prozesse des Unternehmens bilden den Grundstock der täglichen Arbeit. Doch auch die Fähigkeiten in einem multidisziplinären Team zu arbeiten und selbstständig Entscheidungsvorlagen und -empfehlungen auszuarbeiten gehören zum Standard des Zertifikates. Genauigkeit, Effizienz und Integrität zeichnen die Arbeitsweise aus. Als Anspruch gegenüber sich selbst, hat die AFP fordernd und umfangreich zu prüfen und der erfolgreich Zertifizierte sich nachweisbar weiterzubilden.

FP&A Zusammenfassung

FP&A Zusammenfassung

Die AFP kann auf einen großen Erfahrungsschatz zurück greifen. 30 Jahre und etwa 40.000 zertifizierte Corporate Treasury Professionals (CTP) sprechen eine Sprache, die nur mit viel Aufwand erreicht werden kann. Das FP&A Zertifikat geht in sein drittes Jahr.

 

Das Vorgehen mit Mr. FP&A Minimal Qualified

Sollen mehrere unabhängige Experten zu einem Ergebnis kommen, empfiehlt sich die Delphi Methode. Das kann übrigens eine typische Prüfungsfrage sein. Die einzelnen Frage wurden nach dem Kriterium bewertet, welcher Prozentsatz an gerade qualifizierten Probanden korrekt antworten sollte. Der erste Teil der beiden Tage diente der Meinungsbildung über Mr. FP&A Minimal Qualified. Schrittweise sind die Fragen abgearbeitet und bei signifikanter Abweichung innerhalb der Gruppe diskutiert worden. Wir haben teils lebhaft diskutiert. Branchen- und länderspezifische Unterschiede spielten wie persönliche Erfahrung eine Rolle.

Die zwei Tage waren intensiv und informativ. Am Ende fühlten wir uns wie Rocky, der im Morgengrauen die Stufen des Philadelphia Museum of Art erstürmt hat.

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Whatever it takes – Rocky Balboa Statue

Der Kunde als König – Aspekte im Marketing Controlling

Der aktuelle Kunde ist der König

Wie einfach es doch ist, wenn die Werbekosten das Ergebnis treiben. Der Kunde wird großformatig oder gezielt angeworben, ein paar bleiben, ein paar konsumieren. Was durch das „Anlage freie Unternehmen“ der digitalen Wertschöpfung – oder eben des Zeitvertreibes – ermöglicht wird, ist es vom Erstkontakt bis zum Ergebnis einen eindeutigen Kundenbezug herzustellen. Das eröffnet hervorragende Potentiale jeden Datensatz zu aggregieren und aus der sich ergebenden Masse Gesetzmäßigkeiten abzuleiten. Das wenige digitalisiertes Unternehmen, kann einiges lernen.

Das Marketing wird analysierbar und die Telemarketing Erkenntnisse der 70er werden bestätigt. Money… Klick um zu Tweeten

Der Kunde ist in der Tat König, nur welcher ist zu bevorzugen. Einfach ausgedrückt: wer aktuell kauft, ist mehr Wert als der absente Dauerkäufer. Dauerläufer? Irgendwie schon. Ein Kunde fällt auf, wenn er stets am Montag bestellt und einen Montag aussetzt. Besucht Herr X wiederholt die Pizzeria, ist er empirisch wertvoller – der zukünftig zu erwartende CLTV „Customer Lifetime Value“ ist höher – als der Stammgast, der seit vier Wochen nicht mehr gesehen wurde. Dem Gastgeber bleibt die Nachbarschaft und das Wissen um die Freunde des Stammkunden für eine detaillierte Analyse.  Greift der digitale Vertrieb auf diese „lokale“ Intelligenz  zurück, wird die gezielte Werbeeinblendung „kommen Sie mit Ihrem Freund Herr Stammgast doch mal wieder vorbei“ sicher Fragen aufwerfen.

Marketing Controlling Methoden

Die Methoden lassen sich grob in deskriptive, prädiktive und präskriptive Methoden unterteilen. Während deskriptiv dem gelehrten Marketing Wissen der BWL Diplomanden und Master vor 2018 am nähsten kommt, sind prädiktive und präskriptive Methoden spannender.

Deskriptives Marketing Controlling

beantwortet die Fragestellungen zwischen Markt und Unternehmen. Ganz klassisch werden Informationen für Entscheider erzeugt. Dabei gibt es die Unterteilung in

  1. Die Suche nach Antworten auf bspw. sinkende Umsätze
  2. Die Einsicht in Milieus, Schichten, Kundengruppen mit Informationen über die Käufer
  3. Hypothesen und deren Analyse

Der Werkzeugkasten hier ist prall gefüllt: Fokusgruppen und Fragebögen, on- wie offline, Nielsen Daten von der Umfrage bis zum PayBack Punkt über diverse Channel, Anbieter und eigene Erhebungen.  Im Kern ist stets eine kausale Beziehung zu erkennen oder heraus zu arbeiten.

Um eine Kennzahl anzuführen, sei der Net Promoter Score genannt. Wie wahrscheinlich auf einer Skala von 1 bis 10 ist es, dass Sie uns weiterempfehlen?

NPS =  ( Anzahl 9 und 10 abzgl. Anzahl 0 bis 6 geteilt durch Gesamt-Anzahl )

Genau, die Prozentzahl der 9 und 10er Meldungen (Promoter) abzüglich der Prozentzahl der 0 bis 6er Meldungen (Anti-Promoter) ergeben den NPS. Die Masse der „Passiven“ wird ausgeblendet. Dem Controller sind „eh da“ Kosten ein Begriff, das Marketing kennt das Konzept offensichtlich auch.

Prädiktives Marketing Controlling

versucht den aktuellen Zustand darzustellen und zu erklären. Daten von bestehenden Kunden werden genutzt, um deren Verhalten in Zukunft vorherzusehen. Die Regressionsanalyse ist für die unmittelbare Zukunft von Bedeutung. Je weiter wir Voraus schauen, desto weniger nutzt die interpolierte Fortschreibung des Status Quo.

Wie viel ist ein Kunde wert? Bekommt er einen Grappa oder bekommt er keinen? Nun, Gastfreundschaft ist ein teures Gut und der Wirt tut einer Gleichbehandlung gut. Trotzdem ist der Tisch für den Stammkunden stets reserviert und nach Kassenschluss wird noch eine Runde ausgeschenkt. Und so bestätigt Prof. Fader von der University of Pennsylvania eben dies: je häufiger und beständiger der Kunde kauft, desto mehr Wert ist er. Dabei steht der beständige Kunde über dem häufig buchenden. Je länger die letzte Transaktion zurück liegt, desto eher ist der Kunde verloren. Näheres gilt es dann zu erforschen. Prof. Nader hat die „shop until you drop“ Modelle populär gemacht, indem er die Praktikabilität einer Kopplung zweier Verteilungen bewiesen hat.

Präskriptives Marketing Controlling

geht einen Schritt weiter als der vorherige Abschnitt. Ziel ist es explizit, Empfehlungen zu geben. Dazu ist es notwendig, Problem und Ziele zu definieren. Der optimale Preis für einen maximalen Gewinn ist ein Beispiel. Spannend wird es, wenn wir das auf den Einzelnen Kunden anwenden können. Eine Anzeigenkampagne kann bspw. einen Preis vom Lese-Verhalten abhängig machen. Hat der Kunde in der Vergangenheit sämtliche Ausgaben bezogen, wird die aktuelle wahrscheinlich bald gekauft. Rabatte im Einzelhandel sind ein weiteres Beispiel. Ist die Schokolade von Spotter Rirt im Angebot, greifen Bestandskunden zu. Kann der Malki Kunde gezielt identifiziert und mit einem Rabatt gelockt werden, profitieren beide. Nur: Malki kann beim Folgekauf nachziehen.

Hier wünscht sich der Author gerne mehr Einsicht. Besonders das Retargeting, das Jahre lange einblenden von immer derselben Werbeanzeige, wird so schnell ad acta gelegt.

Neue Wege im Marketing Controlling

Spannende Ansätze bietet gerade neuronales und sozial verknüpftes Marketing. Es bleibt abzuwarten, wie viel „Hype“ und wie viel „Beef“ die neuen Ansätze liefern. Wer weiß, welche alten Weisheiten sich durch mehr Rechenleistung, spezifischere Attribution und genauere Messmethoden bewahrheiten.

 

Big Data nutzen, um Erkenntnisse aus den 70er Jahren zu bestätigen. Money well spend? Klick um zu Tweeten

 

Was macht einen guten CFO führend.

Die wachsende Bedeutung des CFO

Der CFO und seine direkten Mitarbeiter gestalten zunehmend das Unternehmen. Das Beratungshaus KPMG hat 2015 berichtet, dass dies für zwei von drei CEOs in den nächsten drei Jahren anhält. Die schlechte Nachricht ist, dass drei von zehn CEOs keine große Hilfe im Finanzchef sehen. Controlling, Risiko Steuerung, regulatorische Angemessenheit und eine solide Buchhaltung sind aktuell. Darüber hinaus möchte, braucht, der CEO einen echten Business Partner. Als kühler Rechner und mit ausgezeichneter Kenntnis des Unternehmens ist die Funktion im aufgeheizten Klima denglischer Hype Cycles wie Big Data gut geeignet.

Diskutieren Sie die folgenden sechs Initiativen mit Jim Johnson, CFO von Adaptive Insights und Ron Codd, ehem. CFO von Peoplesoft am 20. April um 19 UhrInformationen und Anmeldung hier.

adaptive insights discovery
1. Der Helikopter Blick: Die führenden CFOs erfassen das Unternehmen zunächst von außen und mit 360 Grad. Jederzeit. Eindrücke werden gewonnen, indem der Schreibtisch verlassen wird, um Prozesse, Produkte, Vertrieb und Marketing zu verbinden. Dieser Bezug läßt sich in den Büchern schwer nachvollziehen, so wird die Arbeit des CEO für den CFO verständlich. Der Blick auf Wettbewerber und die Kommunikation auf Lieferanten und besonders Kunden ermöglicht Einsichten und korrespondiert bspw. mit der Preisgestaltung.

Genau. Der Job beinhaltet weiter Vergangenes nachvollziehbar zu berichten, es wird erweitert, übersetzt, eingebunden in die Geschäftsstrategie.

It’s the person who can synergize strategy and finance who will have an impact. Jack McCullough,… Klick um zu Tweeten

2. Den Betrieb verstehen. Der COO verliert an Bedeutung und rutscht aus vielen Vorstands-Diagrammen. Es ist am CFO die betriebliche Organisation und jede Funktion zu durchdringen. Die besten Finanzvorstände etablieren akzeptierte operative Kennzahlen, weit mehr als finanzielle Metriken, und schaffen eins: jede Abteilung versteht seine und die globalen Kennzahlen und was betriebliche Leistung treibt. Der Das Controlling leistet primär Einsicht in Probleme und nur ab und an ist die erste Frage, warum vom neun Monate alten Budget um 8% abgewichen wird.

“The best finance people are those who can slot into the business—not disrupt it,” Mary Driscoll, Senior Research Fellow, APQC

3. Fokus auf Werte und Kosten. Wenn es hart auf hart kommt, kommt die Finanzabteilung, senkt Kosten, und sichert den Kontostand. Wenn das Unternehmen wächst, sind CFOs oft die „Nein-Sager“, die „Verhinderer“, die „Korinthen-K*“. Die besten Vorstände schaffen den Spagat zwischen Innovation und Risiko. Das erfordert Disziplin und Verantwortungsgefühl.

“A great CFO can sort through new opportunities as they emerge—walk in the shoes of the people asking for capital. He or she asks the right questions: ‘What are the risks in your strategy? What are the must-win battles?’ and applies critical thinking to strategic risk.” Mary Driscoll, Senior Research Fellow, APQC

4. Talente fördern. Die KPMG Studie läß kein gutes Haar an den zwischenmenschlichen Fähigkeiten der CFOs. Die „people skills of finance“ wurden von den Vorstandsvorsitzenden am meisten moniert. Dabei sehen 97% (!) dies als kritische Fähigkeit an. Nur jeder Dritte bescheinigt seinem Finanzchef überhaupt ein Talent-Manager zu sein.

Die wachsende Bedeutung und damit Aufgabenvielfalt macht diesen Punkt kritisch. Talent-Entwicklung hat eine ganze Reihe potentieller Nachfolger vorzuhalten, Konkurrenz belebt das Geschäft. Talentierter Nachwuchs kann Werte schaffen, sich an Geschäftsfelder ausgeliehen entwickeln und nachhaltig Fähigkeiten für das Unternehmen sichern. Die nachfrage ist groß. Für Marktführer wie General Electric ist das kein neues Thema. Der langjährige CFO Keith Sherin hat jede Woche einen Tag für die Team-Entwicklung investiert. Das skaliert.

5. Effektive Kommunikation. Vision und Performance stehen an erster Stelle und der CFO als interner Statthalter des Chefs lebt und kommuniziert beides. Die Klassenbesten verstehen die Kommunikationskanäle und können übergreifend eine klare und kohärente Story liefern. Intern kann – und wieder: muss – ein vielschichtiges Bild gezeichnet werden, es ist auf den Punkt vereinfacht zu kommunizieren. Die gesamte Organisation ist der wichtigsten KPIs mächtig und die Richtung ist eindeutig vorgezeichnet.

6. Eine Kultur der Analyse. Big Data hat Potential. Echt-Zeit ist möglich. Die kritischen Informationen sind zu erkennen und zu verfolgen. Auf der notwendigen Ebene und ohne an zu viel Daten zu ersticken. Wer vorne ist, hat dies verstanden und lebt es. GE bspw. sichert mit ein paar Dutzend Entwicklern unter dem Dach der Finanzabteilung seine Aussagefähigkeit und unterstreicht seine Rolle in der Strategie-Formulierung.


Quellen/ Links/ Termine

OLAP Funktionalität in Excel?

OLAP Funktionalität kostet, Excel kann das?

OLAP steht für OnLine Analytical Processing und wird von seinem Namen überholt. Die bahnbrechende Technologie, um transaktionale Datenbanken  analysierbar zu machen,  wird selbst von Rechen- und Speicherleistung überholt. Herausgefordert wird der Wissensarbeiter heute von Fragestellung,  Datenqualität, Verteilungswahl, Software-Wahl und eigener Kompetenz. Bevor ein System angeschafft, oder Daten „kostenfrei“ auf fremde Analyse-Plattformen geladen werden, ein Blick auf die OLAP Funktionalität von Microsoft Excel.

Warum? Weil Excel für die Analyse viel bietet, außer einer Datenbank.

Genau, Excel ist hervorragend für die Modellierung, als Analyse Werkzeug bestehender Datenbanken und für die Erstellung einmaliger, von einer Person zu erstellender Projektchen geeignet.

Vorneweg:

Klick auf eine Zeile und F11 erzeugt ein neues Blatt mit einem Diagramm. Cool. Klick um zu Tweeten

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Die Pivot Tabelle

Power Pivot – eine Einführung bei MS hier – ist ein leistungsfähiges Werkzeug.  Die einfache Pivot Tabelle – mit Alt+N+P schnell erreicht – ermöglicht OLAP ähnlich

  1. den Drill Down auf Millionen von Daten in der Datei – die aus beliebigen Datenquellen simpel geladen werden kann.
  2. Zeilen beliebig zu gruppiert und mit Zwischensummen zu versehen werden
  3. Datenschnitte für die visuelle Identifikation des relevanten Datenbereiches zu identifizieren

Jede Zelle der Pivot Tabelle führt über die rechte Maustaste zu einem neuen Blatt mit den Details der Zelle und weiterer Daten.

2016-04-05 excel pivot detail drill thorugh

Mit der Gruppierung von Elementen per Markierung, rechter Maustaste, Gruppierung – für die Zeit wird automatisch eine Hierarchie angeboten – bleibt die Basistabelle unmodifiziert. Die Gruppierung gilt weiter, ändern sich Inhalt der Pivot Tabelle.

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Der Datenschnitt ermöglicht alternativ die Auswahl beliebiger Elemente direkt in der Datei.

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Berichte in Excel mit multidimensionaler Funktionalität?

Grundsätzlich empfiehlt die Papier produzierende Excel Gemeinde Eingabe, Kalkulation und Ausgabe zu trennen. Mit dem realen Beispiel mehrere Blätter „Umsatz je Einheit“ in einem Gesamt Bericht zusammen zu fassen, fangen wir an. Sind die Berichte gut erstellt, kann die Summe über die Blätter erfasst werden.

Es existieren diverse dreidimensionale Formeln; namentlich betrachtet sinnvoll. Aus der Grafik ist ersichtlich, das wie beim Zellbereich auch ein Blattbereich verwendet werden kann. Beide Bereiche verhalten sich identisch, wird ein Blatt dazwischen eingefügt, wird es übernommen.

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Solver und Analysis für den vorausschauenden Kaufmann

Die Werkzeuge sind als Add In verfügbar und ermöglichen dem Modellierer erste prädiktive und präskriptive Analysen. Essentiell ist es, die Funktionalität hinter Verteilungen wie Binominal, Normal- und Poisson-Verteilung zu verstehen. Ist das Wissen lückenhaft, birgt eine professionelle Lösung auf großen Datenbeständen – auf Big Data wird bewusst verzichtet –  unbekannte Risiken.

Mit dem Solver, der Zielwertsuche, wird für eine Funktion unter Nebenbedingung die optimale(n) Lösung(en) gesucht. Jede Funktion, gerade in der Planung, ist ein Modell und damit ein Ausschnitt der relevanten Fragen. Oder in Anlehnung an Einstein: „wenn ich eine Stunde hätte, um die Welt zu retten, würde ich 55 Minuten das Problem formulieren und 5 Minuten auf die Lösung verwenden“. Werkzeuge ersetzen das Denken nicht. #BigData #Planung #CPM Klick um zu Tweeten

Die Analysefunktionen ermöglichen bspw. Zufallszahlen einer Verteilung nach zu generieren. Eine einzelne oder ein paar wenige Beobachtungen können mit einer angenommenen Verteilung so viele unterschiedliche Beobachtungen simulieren. Im Ergebnis streben die Werte zu den Charakteristika der Verteilung und ermöglichen Einsichten, die mit etwas mehr Konfidenz dargestellt werden können. Beispiel: Die Bahn fährt einem zweimal vor der Nase weg und führt zu 5 Minuten Wartezeit? Werden Ankunftszeiten der Bahn Standard-Rechteck verteilt, analysieren wir uns zu einer erwarteten Ankunftszeit von 2,5 Minuten.

Hierzu gibt es eine Fülle von Dokumentationen online.

Microsoft Excel – schlussendlich auch Google Spreadsheets – bieten eine Fülle an Funktionalität für den Wissensarbeiter von heute. Das zentrale Werkzeug im Controlling besser verstehen und besser nutzen zu können ist ein Vorteil. Einfach gerechnet bringt, bei einem halben Arbeitstag mit Excel, die 10% produktivere Nutzung den Feierabend um gut eine halbe Stunde nach vorne. Und selbst der versierte Excel Nutzer kann sich spielend um diesen Wert entwickeln. Warum nicht vor „fortschrittlichen“ Analyse und Business Intelligence Systemen das Controlling inhaltlich einen Schritt weiter zu entwickeln?

Welche Big Data Fragen der CFO stellen kann.

CFO, Prozesse, Fragen

Neben Finanzen, Verträgen und der Führung seiner Abteilung, verantwortet der CFO im Wesentlichen die Prozesse von

  1. Bestellung zu Zahlung,
  2. Auftrag zu Zahlungseingang,
  3. Datenerfassung zur Informationsverwendung.

Das ERP System, Datenwarenhäuser, Business Intelligence und Planungswerkzeuge wie Adaptive Insights – und natürlich überall Excel – sind technische Helferlein. Deshalb führt der Finanzvorstand oft die IT Abteilung gleich mit. Die verbleibenden CxO Kollegen führen eigene Analysen auf eigenen Systemen durch. Neben der erfassten Bestellung von Material, stellt der Produktionsleitstand laufende Bänder sicher. Neben der Rechnung an den Kunden, arbeitet sich Marketing und Vertrieb mit dem CRM System und Google Analytics vom Erstkontakt bis zum Vertragsabschluss. Beides erzeugt digitale Informationen, die neben dem ERP System bestehen. Das viel zitierte Silo existiert dabei mehr im Kopf als in der Realität, die Systeme sind in der Regel offen.

Beantwortet Business Intelligence grob Fragen auf Bekanntem, soll Big Data Antwort auf unbekannte Fragen liefern Klick um zu Tweeten

Beantwortet Business Intelligence grob Fragen auf Bekanntem, soll Big Data Antwort auf unbekannte Fragen liefern. Bessere Entscheidungen sind mit weniger zu erreichen, wenn der CFO seinen Kollegen die richtigen Fragen über die Zukunft stellt. Warum das möglich ist? Weil keine Entscheidung über Investitionen, kein individuell verhandelter Vertrag mit einem Kunden und keine neue Stelle ohne Zusage seiner Abteilung getroffen werden kann. Also fragen, nur was?

CxO Herausforderungen und ?

  • Strategische Fragen fallen in das Ressort des Vorstands und sollen strategische Potentiale und damit Umsatz identifizieren und realisieren. Welche externen Datenquellen unterstützen uns dabei? Welche Annahmen können wir mit Daten unter- oder widerlegen? Was zeigen uns Daten aus vergangenen Initiativen?
  • Der Produktionsprozess ist eng mit dem Working Captial und den Umsätzen verwoben. Kann mittels Sensoren der Verschleiß von Großteilen beim Kunden und damit die Wartungs-Profitabilität optimiert werden? Können wir unser Descriptive, Prescriptive und Descriptive Analytics Kompetenz ausbauen?
  • Marketing und Vertrieb haben in digitalen Unternehmen die ausgeprägteste Analyse-Kompetenz. Das sollte so sein. Um einen Kontakt in das CRM System einzutragen, kann immenser, langjähriger Aufwand notwendig sein. Wie wird die typische Anbahnung durch Daten unterstützt? Wie können wir von vergeblichem Aufwand lernen, auf notwendige Produkt- oder Preis-Änderungen schließen? Welche Informationen über den Lebenszyklus können wir treffen, wie wahrscheinlich ist der Folgeauftrag oder die Verlängerung?
  • HR und Big Data, bzw. Analyse allgemein ist in Deutschland ein heikles Thema. Wie können Kompetenzen erweitert gesucht werden? Können wir Mitarbeiter und deren soziale digitale Interaktion einbinden? Wie können wir die Leistung der Mitarbeiter messbar und vergleichbar machen?
  • Zu guter Letzt fragt sich der CFO selbst, wie er kompetenter, interaktiver und ansehnlicher die Entscheidungen im gesamten Unternehmen besser macht. Wie kann ich meinen Mitarbeitern die notwendigen Kompetenzen vermitteln?

Gerade für den CFO und seine Controlling Abteilung ist erkennbar, dass aktuelle Konzepte und Methoden frei verfügbar sind. Einem besseren Fundament gehen mit oder ohne Budget zwei Notwendigkeiten voraus: Zeit und Interesse!

Beispiele gefällig?

 

Selbst haben wir ein Budget in die Hand genommen und sind bspw. neben FAST zertifiziert als Corporate Financial Planning & Analysis Professional (FP&A).

 

Modelle, Realität und das Real World Risk Institute

Nicolas Nassim Taleb hat es mit dem Real World Risk Institute getan. Der Autor, eine Koryphäe im Umgang mit Risiko und Ungewissheit, hat u.a. mit Robert Frey das Real World Risk Institute gegründet. Genau, das Institut für Risiken der echten Welt. Genau, eine Watsch’n für alle Quants und Professoren mit dem „habe komplexe Lösung, suche Problem“ Ansatz. Alleine der Name und das Mission Statement des Instituts ist ein Fundus für jeden Controller der die Zukunft planen oder forecasten möchte.

Ausgewählte Bücher von Nicolas Nassim Taleb

  • „Narren des Zufalls, die verborgene Rolle des Glücks an den Finanzmärkten und im Rest des Lebens.“ Jährlich fangen an der Wall Street 10.000 Analysten an und haben mit arbiträrem Portfolio eine 50/50 Chance besser zu sein als der Markt. Zu Beginn des zehnten Jahres haben statistisch zwanzig dieser 10.000 Analysten den Markt in neun konsekutiven Jahren geschlagen. Ein Segen an Geldregen ist die Folge, Bücher werden geschrieben, ursächlich war neunmal Zahl in Folge.
  • „Der schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“. Bis die ersten Briten den Fuß auf australischen Boden setzten, war der schwarze Schwan ein Fabelwesen. Ereignisse mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, großer Wirkung und im nachhinein meist einfach Erläuterbar werden in traditionellen Modellen konsequent unterschätzt. Das Black -Scholes Modell und der damit verbundene Aufstieg und Fall der Long Term Captial Asset Management dient als Beispiel. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kasino durch einen Tier-Angriff auf einen seiner Mitarbeiter mehrere hundert Millionen Dollar verliert? Sorry Roy!
  • „Antifragilität“: Das Gegenteil von zerbrechlich ist nicht robust, es ist ein System das durch Schaden stabiler wird. Homoöstase ist das Zauberwort, das Gleichgewicht in dynamischen Systemen reguliert sich. Standardisierte Systeme – wie eben eine Formel statt der Einzeldaten-Aggregation – haben ein inhärent höheres Risiko. Survival of the fittest. Antifragile Systeme wachsen, Gewichtheben führt Taleb als Beispiel an. Zweimal 50kg haben weniger Schock als einmal 100kg und weniger Wirkung. Der menschliche Körper passt sich an und regeneriert sich auf 105 kg Gewicht. Die Impfung ist ein antifragiles Konzept. Sie geht so weit, dass König Mithridates von Pontus sich aus Angst vor einer Vergiftung steigende Dosen Gift  zuführte und die Selbstvergiftung bei drohender Gefangennahme fehl schlug. Der Leibwächter musste mit dem Schwert die Order ausführen.

Taleb hat eine sehr ausschweifende Art zu schreiben und folgt stringent seinem Motto: „If you see a scam and don’t call it a scam, you are a scam“, frei übersetzt „Wenn Du betrügerisches Verhalten tolerierst, bist Du ein Betrüger“. Eine Anekdote: Die Subprime Krise hat er folglich gesehen, darauf hingewiesen und darauf gewettet. Der vorprogrammierte Ärger reichte bis zu Drohungen. Der Hinweis der New York Times sich bitte Bodyguards zuzulegen, hat Taleb insofern berücksichtigt, als dass er sich selbst zum Bodyguard hat ausbilden lassen. Amüsiert legt er aus, wie er als Konferenz-Speaker oft unerkannt blieb und beobachtete wie Teilnehmer ihre Rollkoffer im Aufzug aufs Zimmer nahmen, um sich danach ins Gym zu begeben.

Die Bücherliste bei Thalia und bei Amazon (kein Vertriebslink).

Das Mission Statement des Real World Risk Institute

Zurück zum Real World Risk Institute. Es bietet einen zwei und einen fünftägigen Kurs zum Thema. Die Auswahl der sechs Dozenten ist hochkarätig, der Ton wird nonchalant, versiert und auf den Punkt sein. Warum dem so ist? Das Mission Statement neigt in diese Richtung:

  • Verstehe Modell-Fehler bevor Du ein Modell benutzt
  • To talk the talk you also need to walk the walk
  • Wie man Risiko-Management ohne den ganzen Sch* betreiben kann
  • Wann und wenn wir modellieren, gehen wir von der Realität zum Modell und nicht vom Modell zur Realität
  • Nehme Risiken die du verstehst und versuche nicht Risiken zu verstehen die du nimmst
  • Risikoerziehung soll nicht den Regulierer beeindrucken, sondern Kompetenz im echten Leben vermitteln

Was bleibt da zu schreiben. Die Agenda liest sich wie die betriebliche Zukunft seriös und in kleinen Schritten gestaltet werden kann. Der FP&A Manager findet Ansatzpunkte für seine Szenarien und das dahinter liegende Risiko und Chancen Profil des Unternehmens.

 

To talk to talk you also need to walk the walk. Mission Statement Real World Risk Institute Klick um zu Tweeten

 

 

Seine Excel Produktivität mit KeyRocket erhöhen

Veodin aus Berlin hat neben seinem PowerPoint Flaggschiff SlideProof ein nettes kleines Spielzeug im Repertoire.

KeyRocket zeigt dem Nutzer, einmal installiert, mit welcher Tastenkombination die mit der Maus angeklickte Funktion erreichbar ist. Das macht erstens schneller und zweitens soll es gesundheitlich unbedenklicher sein. Als kleines Goodie können für einzelne Arbeitsschritte direkt über das Werkzeug Benutzer individuelle Shortcuts angelegt werden.

Wie gesagt, ein netter kleiner Life Hack für unbedarfte verbesserungswillige Controller. Das Tool ist ein wenig teuer, der kostenlose Testzeitraum lohnt die Installation.

Mehr zu KeyRocket hier.

Mehr zu SlideProof später.

Was macht ein gutes FP&A Team aus

Wie viel gutes das richtige FP&A Team leistet ist unbestritten. Es folgt eine kleine Anekdote abseits den 2.000 Amazon Büchern rund um „there is no I in team“. Die geforderte Selbstlosigkeit ist sicher berechtigt, der Spruch ist je nach Schriftweise schlicht falsch. Warum Ego und besonders die Zusammenstellung derer zählt, hat Tom DeMarco empirisch schon 1999 aufgezeigt.

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Das Buch „Wien wartet auf Dich. Der Faktor Mensch im DV-Management“ (Link zu Amazon)  ist ein Standard in der Software-Entwicklung, wie es die vom Author Tom DeMarco (Link zu Wikipedia) erfundene strukturierte Analyse auch ist. Neben vielen Hinweisen wie die damals junge Disziplin durch seine Umgebung optimal unterstützt wird, entfällt ein Kapital auf die Bewertung der Fähigkeiten der Entwickler. Die Ergebnisse sind auf die FP&A Abteilung übertragbar.

Das Test-Design umfasst ein Problem mittels Quellcode zu lösen. Der Quellcode sowie einige Variable werden bewertet und der Software-Entwickler auf einer relativen Skala eingeordnet. Das es gute und schlechte Programmierer gibt, ist nicht die Überraschung. Der Test wird stets mit zwei Programmieren eines Teams durchgeführt die unabhängig voneinander die Aufgabe lösen. Überraschend war, dass des gute und schlechte Programmierer gibt, der Abstand der beiden aus einem Unternehmen sich aber stets in Grenzen hält. Jedes Team spielt also in einer Liga, eigentlich logisch. Das ist ein empirisch fundiertes Fanal das gesamte Team auszubilden und zu fördern. Und die Ergebnisse sind stichhaltig. Bayern München spielt in der Champions League, weil es rigoros die besten Spieler aufs Feld stellt. Das kann durchaus Spieler aus der eigenen Jugend umfassen, wenn diese sich durchsetzen. Am anderen Ende – nennen wir es Kreisliga – schießt der beste Stürmer der Welt wenig Tore. Er wird rigoros mit den zur Verfügung stehenden Mitteln, Fouls, in die Verletzung oder höhere Liga gedrängt. Glücklicherweise bietet die FP&A Abteilung körperliche Unversehrtheit. Wer allerdings die Dynamik fortgeschrittener Planungs-Konzept kennen gelernt hat, dem wird eine klassische Budgetierung allein sicher auf das Gemüt schlagen.

Seien Sie also vorsichtig, wenn neue Mitarbeiter das Team verlassen und investieren Sie in eine schlagkräftige Mannschaft. Dann wird aus dem „i“ ein Team-„i“ und hält die richtigen Talente. Dann bleibt die Frage, wie gut das Management-Team die FP&A Inhalte verarbeiten kann. Das kann einen langen Atem erfordern, die Belastung in der Champions League ist auch eine andere als in der Kreisliga.

„Superforecasting“ – meine Lektüre zu Weihnachten

Im Silicon Valley steht Princeton für das technisch-unternehmerische und die University of California, Berkeley für die humanistische Seite dieser Tech-Region. Das Buch Superforecasting von Philip Tetlock blickt aus der Berkeley Perspektive auf die Vorhersagbarkeit der Zukunft. Ein erfrischendes Buch, mit Wirkung für jede Organisation.

Kernaussage: Gutes Forecasting ist erlernbar, dafür müssen Forecasts bewertet werden. So haben 2.800 freiwillige Forecaster die CIA Analysten um Längen geschlagen.

Das von der IARPA, der Intelligence Advanced Research Projects Agency, finanzierte Projekt, soll Entwicklungen der nahen Zukunft besser vorweg nehmen helfen. In den Ergebnissen der sehr fundierten Studie liegt ein immenser Wert für jedes Unternehmen und seine FP&A Abteilung. Einige Auszüge.

Edward Lorenz, Vater des Schmetterlingseffekts und Mitbegründer der Chaostheorie hat aufgezeigt, dass die Zukunft nicht Ergebnis eines Uhrwerks aus Ursache und Wirkung ist. Das massenhafte Mehr an Wissen und Rechenleistung in der heutigen Wissenschaft hat zu weniger sicheren Vorhersagen geführt. Ein Grund für „emergent Strategies“ und stetig aktualisierbare Forecasts und gegen die jährliche Strategie-Runden.

Umso wichtiger ist es dem Autor, klare Ziele und Treiber dorthin festzulegen und diese Ziele auch nachzuvollziehen. Ein Individuum, wie eine Organisation, lernt durch Feedback Schleifen. Viele Forecasts wie „Wahrscheinlichkeit eines maritimen Zwischenfalls zwischen Nord- und Südkorea in den nächsten drei Monaten“ können per Brier Skala bewertet werden. Tetlock’s Superforecaster haben über Jahre einen exzellenten Wert auf dieser Skala erreicht. Der Forecast eines Unternehmens ist folglich nicht gleichzusetzen mit den eher Szenario getriebenen Superforecastern. Die Forecast Lektionen sind mehr Grundlage besserer Treiber und bieten damit sicherere Umsatz-, Rentabilitäts-, etc.-Prognosen.

Je exponierter der Experte ist, desto schlechter sollen seine Vorhersagen sein. Einfache Aussagen und ein konsistentes Weltbild seien einfacher zu vermitteln und daher einfacher in der Medienlandschaft zu platzieren, als mit Unsicherheit behaftete differenzierte Betrachtungen. Ein gesamtes Kapitel verwendet der Autor auf die Rolle des CEO als exponierte Gallionsfigur des Unternehmens und wie diesem bessere Forecasts nutzen. Ein starkes Argument für den strategisch arbeitenden CFO.

Superforecaster benötigen kein tiefes Domänenwissen für eine treffende Prognose. Je weniger Ego in einer Prognose steckt, desto eher ist die treffend. Das ist eine der zehn Leitsätze:

  1. Wähle würdige Fragen, die durch Arbeit beantwortbar sind. Die nächste Kanzlerschaft ist prognostizierbar, die übernächste nicht.
  2. Teile und herrsche durch die Vorhersage von Teilproblemen. Dabei ist auf die Fragestellung abzuzielen.
  3. Balanciere interne und externe Sicht und starte immer mit der externen.
  4. Balanciere Unter- und Überreaktionen auf neue Fakten, kleine und stetige Veränderungen in der Prognose schlagen dabei große Umschwünge
  5. Betrachte beide Seiten: Argumente und Gegenargumente sind dabei schwer zu einer Synthese – Tetlock nennt das komplexe Geflecht den „Libellen-Blick“ – zusammen zu führen
  6. Zweifel sind angemessen, aber die Anzahl ist mit Maß zu wählen
  7. Balanciere Vorsicht und Entscheidungsfreude, falscher Alarm und „Misses“ sind kreativ zu vermeiden
  8. Suche Fehler in deinen Prognosen ohne verzerrt in den Rückspiegel zu schauen
  9. Kommunikation, Diskussion und Unterstützung einer Gruppe verbessern die Prognosefähigkeit jedes Einzelnen
  10. Balanciere widersprechende Fehler durch Erfahrung
  11. Lasse dich nicht von Leitsätzen leiten

Eine Rezension über das Buch bei der SZ.

Das Good Judgement Project von P. Tetlock besitzt ein Trademark. Sowohl Princeton als auch Berkeley sind eben doch Teil des Silicon Valley.